Meine Herzenspferde

Raphaël Al Mansour

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Raphaël ist mein Goldprinz. Mehr als ein halbes Jahr hatte ich 2005 ein inneres Bild mit mir herumgetragen;  ein helles Pferd mit rollenden Bewegungen, männlich. Das Bild verfolgte mich schon fast und ich wusste nicht, was es sollte. Ich hatte ja meine Pferde. Trotzdem dachte ich, dass ich dieses Pferd unter allen Pferden der Welt erkennen würde.  Und im Dezember 2005 zeigte mir eine Freundin ein Bild eines Fohlens.

Das war 2 Wochen nach dem unerwarten Tod meiner Stute Penta und ich wollte eigentlich gar kein Pferd kaufen, geschweige denn ein Hengstfohlen…. Ein paar Tage später sass ich im Nachtzug nach Aachen. Ich musste herausfinden, ob er dieses Pferd war. Ich kann mich noch gut erinnern wie ich bei ihm und seiner wunderbaren Mama Lyliane in der Box gestanden habe, mit Tränen der Rührung in den Augen und dem Gedanken: Es gibt ihn wirklich.

Christophe, der Züchter, riss mich aus meinen Gedanken mit der Frage: Gefällt er Ihnen? Eeehhhm, ja, stammelte ich und dachte, das ist die falsche Frage. Gefallen tut mir so manches Pferd. Die Frage müsste heissen: Ist er es? Und ja, mein Gefühl sagte ja, er ist es.

Als ich das erste mal auf ihm sass fühlte sich das so seltsam vertraut an. Komisch war einfach, dass er meine Hilfen nicht verstand. Aber wir habens in der Zwischenzeit gelernt.

Raphaël ist goldrichtig, ein Traumpferd, mein zweites Seelenpferd nach Penta. Er hat auch einen goldenen Charakter: überlegt, selbstbewusst, kooperativ – ich könnte seitenlang von ihm schwärmen.

Unser Lied ist Something I need von One Republic.

He’s got something i need – indeed!

Something I need anhören

Raphaël ist Ende August 2016 ganz überraschend verstorben. Er hinterlässt eine grosse Lücke. Sein “Vermächtnis” findest Du hier .

El Luwanaya Arabians Yisr al Hawah

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Hawah ist mein “so geht’s aber nicht-Pferd”.

Er ist in Ungarn in der Nähe des Balaton in einem Naturschutzgebiet geboren und die ersten 1 einhalb Jahre aufgewachsen. Mit viel Platz und bestens versorgt und gepflegt.

Dann kam er im Rahmen eines Notverkaufs zu mir. Mein kleiner Hawah. Lange sah er aus wie ein Fohlen – ich musste mir viele Sprüche anhören von meinem Liebsten über das “Barbie-Pferdchen”, das ich mir da zugelegt hätte.

Ja, er ist klein, aber er ist oho. Er hat eine wunderbare Leichtigkeit und fliegt nur so über den Boden. Und viele Ideen hat er auch. Einmal wollte er zu mir laufen auf der Weide und hat sich doch tatsächlich selbst zwischen zwei Bäumen eingeklemmt. Aber so richtig. Mein “halt, da kannst Du nicht durch” hat gar nix gebracht. Ich bin losgerast um eine Motorsäge zu holen, wobei ehrlich gesagt ich nicht so genau gewusst habe, wie ich da sägen soll ohne ihn zu gefährden. Bis ich zurück war, hatte er so wild gescharrt, dass er schliesslich fast 15 cm tiefer gestanden hatte – und da war der Abstand zwischen den Bäumen grösser und er konnte durch.

Er besteht sehr auf seiner Freiheit – da passen wir bestens zusammen. Hawah ist noch nicht angeritten, wir vergnügen uns noch auf Handpferdeausritten und bei der Hand- und Bodenarbeit.

Im Herbst/Winter 2015/16 haben wir kurzfristig in eine Stall gewechselt, unsere Erlebnisse da kannst Du  nachlesen.

Tari (Epi Favory Elfes)

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Mein kleiner grosser Tari – wie wir zusammen gekommen sind, habe ich in diesem Blogartikel beschrieben: Tari und ich

Er ist für mich jeden Tag ein Wunder, dass er überlebt hat, dass er zu mir gefunden hat, der Blick in seine tiefen weisen Augen, seine Ausstrahlung.

Ich freue mich so sehr auf unsere gemeinsame Zukunft!